Alles begann mit einer Frage, die niemand gestellt hatte: Warum wirkt junge Haut anders als reife?
1973 stieß die Forschung auf ein bemerkenswertes kleines Molekül – einen körpereigenen Botenstoff, der die Wissenschaft bis heute fasziniert. Es war der Biochemiker Loren Pickart, der diese Substanz über die folgenden Jahrzehnte erforschte und der Welt näherbrachte.
Sie entpuppte sich als winzige Kette aus nur drei Aminosäuren – Glycin, Histidin, Lysin – die sich ein Kupfer-Ion griff und festhielt. Man nannte sie GHK-Cu. Ein Molekül, so klein, dass man es kaum ein „Wirkstoff" nennen mag, und doch einer der faszinierendsten Boten der Haut. Interessant dabei: Der Körper junger Menschen enthält mehr davon als der reifer – mit den Jahren wird es weniger.
In den Jahrzehnten danach wurde GHK-Cu zu einem der am besten erforschten Peptide der Hautpflege. Hunderte wissenschaftliche Arbeiten. Ganze Fachbücher. Es ist kein Hype-Molekül, das ein Trendjahr überlebt und dann verschwindet. Es ist das Gegenteil: ein Wirkstoff, den man ernst nimmt, gerade weil er nicht neu ist – sondern über ein halbes Jahrhundert bewährt.
Und hier wird die Geschichte interessant. Wenn dieser Stoff so gut erforscht ist – warum steht er dann nicht in jeder zweiten Creme im Drogerieregal?